Das Traditionsunternehmen Schaumaplast, das seit 1998 eine Niederlassung in Lüchow unterhält, hat am Standort investiert.
»Wir brauchen mehr Platz«, sagt Sven Lewandowski »für weitere Produkte, Maschinen und Mitarbeiter.«
Die Schaumaplast-Gruppe befasst sich seit 1964 mit der Herstellung von Verpackungen und Formteilen aus Kunststoff.
In enger Zusammenarbeit mit Kunden unterschiedlichster Branchen werden Verpackungen und Formteile entwickelt und zur Serienreife gebracht.
»In fast jedem Lkw ein Teil von uns«
Der zudem größte Hersteller von Bastelartikeln in Deutschland und von Binderartikeln sogar in Europa – jedes Grabgesteck das unten grün ist, wird von Schaumaplast produziert – beliefert aus Lüchow Kunden von Flensburg bis Kassel und von Berlin bis Bremen. Schon 1998 traf man im Stammwerk Reilingen am Hockenheimring bei Frankfurt/Main die grundlegende Entscheidung den nord-deutschen und Hamburger Kunden »einige Kilometer ent-gegen zu kommen.« Der Inhaber der 1949 im Landkreis Lüchow-Dannenberg gegründete Forstbaumschule Willi Peters Co. KG, die seit 1958 auf Formteile aus Styropor umgestellt hatte, suchte seinerzeit nach jemandem, der sein Lebenswerk fortführte. So genanntes Expandierbares Polystyrol – in der Industrie unter der Kurzform EPS be-kannt – findet vielfache Verwendung. Als Montage Tray, sozusagen als Arbeitsunterlagen an Montagebändern bei der Magnetkernherstellung, wird das Material eingesetzt. Als zugelassener Automobilzulieferer hinterlässt die Schaumaplast fast in jedem Lkw »ein Teil von uns«, sagt der Chef der Niederlassung. Styroporfüllkörper in allen erdenk-lichen Formen. »Zum Beispiel im Mercedes-Lkw finden Sie rechts und links jeweils einen im Fußraum«, verrät Lewandowski augenzwinkernd. Diese dienen zum Ausfüllen von Unebenheiten der Karosse, damit der Teppichboden eben wird.
Spezialisierung auf Nischenprodukte
Daneben stellt Schaumaplast auch Styroporboxen für die Industrie her. Sie sind beliebte Transporthilfen und sogar für Lebensmittel, in der Biotechnologie und bei der Fortpflanzung von Tieren geeignet. Den Wettbewerbsnachteil von rund 90 Minuten Bundesstraße kompensiert der 4500 Quadratmeter große Betrieb durch Spezialisierung auf Nischenprodukte mit sehr hohen Qualitätsanforderungen.Der eigene Fuhrpark transportiert den größten Teil der täglich rund 200 Kubik-meter ab. Die eigene Recyclinganlage zerkleinert und vermalt gebrauchte saubere Styroporteile zu Rohstoff.
Quelle: Wirtschaft aktuell 4/2005
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